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Akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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Kinder- und Jugendpsychiatrie

 

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Chefärztin

Professor Dr. med. Eva Möhler
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
20 Betten
15 tagesklinische Plätze

Weiterbildungsbefugnis

Publikationen

Leistungsspektrum

In der stationären KJPP, in der Institutsambulanz und in der Tagesklinik werden Kinder und Jugendliche unter Einbeziehung ihrer Bezugspersonen und ihres sozialen Umfeldes behandelt, die an den verschiedensten psychischen, psychosomatischen und neuropsychiatrischen Störungen bzw. Erkrankungen leiden. Die Tätigkeit in den genannten Einrichtungen umfasst die Diagnostik (bzw. Ergänzung der schon vorhandenen Diagnostik), Therapie und Vorbereitung einer eventuell notwendigen Nachsorge im psychosozialen Kontext. 


Die Störungsbilder der in der KJPP vorgestellten Kinder und Jugendlichen sind meist komplex, insbesondere im Zusammenhang mit häufig auftretenden und vielfältigen psychosozialen Problemen der Bezugspersonen bzw. des sozialen Umfeldes. Vielfach sind die Kinder und Jugendlichen belastet mit Entwicklungsstörungen verschiedenster Art,  u. a. der Sprache, der Motorik, der schulischen Leistungsfähigkeit oder Kombinationen dieser Störungen. Primäre oder sekundäre psychische Erkrankungen können damit in Verbindung stehen. Genetische Belastungen, die z. B. zu tiefgreifenden Entwicklungsstörungen oder affektiven Störungen führen, oft im Gefüge eines Bio-Psycho-Sozialen belastenden Kontextes, gehören zu den oft vorgestellten Problemen der Kinder und Jugendlichen, die bei uns behandelt werden. Häufig kommen Kinder- und Jugendliche aufgrund emotionaler Vernachlässigung, unterschiedlichster belastender Lebensereignisse, wie z. B. Trennung der Eltern, Unfälle naher Familienangehöriger oder sexuellen Missbrauch oder physischen Misshandlung  in unsere KJPP. Die Erlebnisse haben meist gravierende Folgen für die Psyche dieser Kinder- und Jugendlichen. Aufgrund der häufig traumatischen Erlebnisse sind Anpassungsstörung oder auch Posttraumatische Belastungsstörung die Folge. Ein weiteres häufiges Störungsbild ist das ADHS, vielfach in Verbindung mit Störungen des Sozialverhaltens. Die Behandlung von Essstörungen ist in der KJPP ebenfalls fest etabliert.

Institutsambulanz

Die Institutsambulanz steht Kindern und Jugendlichen mit allen Formen psychischer Probleme und Erkrankungen offen. In der akuten Situation suchen Kinder oder Jugendliche mit ihren Bezugspersonen die Institutsambulanz auf; sie ist häufig die erste Anlaufstelle für die Patienten.

ZIELGRUPPE:

In der Institutsambulanz werden alle kinder- und jugendpsychiatrischen sowie psychosomatischen Störungsbilder sowie Erkrankungen diagnostiziert und behandelt.

Unser Anliegen ist es, Entwicklungsrisiken sowie Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen möglichst früh zu erkennen, die Eltern durch unser kinder- und jugendpsychiatrisches, -psychosomatisches und -psychotherapeutisches Angebot zu unterstützen, um einer ungünstigen Entwicklung und Verstärkung der Probleme entgegenzuwirken.Wir bieten außerdem eine umfassende neuropsychologische und Entwicklungsdiagnostik an.Das multiprofessionelle Team setzt sich aus Mitarbeitern verschiedener Fachdisziplinen und Spezialisierungen zusammen:


•    Ärzte
•    Psychologen
•    Diplom Pädagogen
•    Diplom Sozialpädagogen   
•    Diplom Sozialarbeitern
•    Gestalttherapeutin
•    Heilpädagogen         
•    Ergo-/ und Bewegungstherapeuten


Die medizinischen und psychologischen Befunde, die Verhaltens-, Interaktions- und Verlaufsbeobachtungen werden gemeinsam ausgewertet. In regelmäßigen Teamgesprächen werden die Diagnosen besprochen und die weiteren Therapieschritte aufeinander abgestimmt.

Ärzte, Psychologen, Therapeuten betreuen die Patienten und deren Familien "Fallführend": d.h. sie sammeln die Befunde und Beobachtungen der Mitarbeiter des multiprofessionellen Teams, erstellen Diagnosen, führen Einzeltherapien sowie Familiengespräche und koordinieren den "Fahrplan" für eine speziell auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten und seiner Familie zugeschnittenen Therapie. Die Institutsambulanz wird geleitet von Oberärztin Dr. med. Mithra Roßmann, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Fachärztin für Psychosomatische Medizin, ausgebildet in Familientherapie, weitergebildet als psychoanalytisch-interaktionelle Gruppentherapeutin.

Die Behandlung richtet sich nach dem individuellen Alters- und Entwicklungsstand. Dazu gehören interaktionsbezogene sowie handlungsorientierte Therapieverfahren für Kinder und Jugendliche, einzeln oder in der Gruppe: Psychotherapie (z.B. Verhaltenstherapie, analytisch-orientierte Therapie, Gestalttherapie) Ergotherapie, Elternberatung, Elterntraining und Familientherapie, und falls notwendig unterstützend eine medikamentöse Behandlung.

 

Für Kinder und Jugendliche, die bei uns ambulant behandelt werden, bieten wir eine Entspannungsgruppe (PMR = Progressive Muskelentspannung) an. Kinder/Jugendliche bzw. die Eltern/Sorgeberechtigten können uns gerne darauf ansprechen.

Die Progressive Muskelentspannung = Progressive Muskelrelaxation (englisch: relaxen = entspannen) wurde von Edmund Jacobsen beschrieben. Die Entspannung wird über das Wechselspiel von willentlichem (bewusstem) Anspannen und Loslassen bestimmter Muskelgruppen herbeigeführt.

Durch das Erlernen und regelmäßige Durchführen der Entspannungsübungen können die Kinder/Jugendlichen lernen, eine Lockerung ihrer Muskeln, die sie bewusst lockern können, herbeizuführen. Über das An- und Entspannen der Muskelgruppen entsteht mit der Zeit, durch regelmäßiges üben, eine Entspannung dieser Muskeln und es kommt mit der Zeit zu einer Entspannung der Muskeln, die unwillkürlich arbeiten (z.B. Bauch, Magen). Zusätzlich können der Herzschlag und die Atmung ruhiger werden.

 

Eine Spezialambulanz existiert für Borderline-Störungen, Anorexie, Bulimie, Binge Eating Disorder sowie psychogene Adipositas und Traumafolgestörungen.

Wir kooperieren eng mit Haus- und Kinderärzten, niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern, Kinder- und Jugendtherapeuten, der Jugendhilfe, Schulen sowie Einrichtungen des Gesundheitswesens.


Tagesklinik:

Die teilstationäre Behandlung stellt die modernste Form der Krankenhausbehandlung dar, da die Patienten in ihrem gewohnten sozialen Umfeld verbleiben und die Familien eng in die Therapie eingebunden werden können. Unsere Tagesklinik verfügt über 15 Behandlungsplätze für Patienten im Alter von 6 bis 17 Jahren.

Unser Konzept der KVT (kognitive Verhaltenstherapie) ist ein wissenschaftlich nachgewiesenermaßen hocheffektives psychotherapeutisches Verfahren, das nicht nur die Symptome (z.B. Verhaltensauffälligkeiten) fokussiert, sondern die systematische Behandlung eines seelischen, emotionalen Problems in ihren sozialen Bezügen beinhaltet. Der leitende Psychologe Dr. rer. physiol. Dipl.-Psych. Heiko Sartorius ist approbierter Psychotherapeut mit Fachkunde Verhaltenstherapie.

Wir behandeln alle kinder- und jugendpsychiatrischen Störungsbilder (Schwerpunkte sind ADHS, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen, Schulängste und emotionale Störungen, Einnässen und Einkoten) mit multimodalen Therapieelementen. Dazu gehören Einzel- und Gruppentherapie, Intensivgruppentrainings (z.B. für aggressive Störungen), Ergotherapie, Psychomotorik, Heilpädagogik, Elternarbeit, Erlebnistherapie, therapeutisches Reiten sowie die Klinikschule. Nach der Diagnostikphase erhält jeder Patient einen individuellen, leitlinienorientierten Behandlungsplan.

Hohen Wert legen wir auf die Einbindung der Familien, die stunden- oder tageweise an den therapeutischen Angeboten teilnehmen können. Auch nach Beendigung der teilstationären Behandlung werden die jungen Patienten und ihre Angehörigen im Rahmen der ambulanten Nachsorge von uns weiter behandelt.

Vollstationärer Bereich:

Seit  Januar 2011  werden Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren auf der Psychotherapiestation behandelt. Diese verfügt über 20 Behandlungsplätze. 
Unser Spezialgebiet ist die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT-A) von Affektregulationsstörungen und ein spezialisiertes multimodales Behandlungskonzept für die Therapie von Essstörungen.
Ab 2014 bieten wir zusätzlich kinderpsychiatrische Voll- und Akutversorgung. Bis zu diesem Zeitpunkt sind wir nur Spezial- und Schwerpunktklinik für die genannten Krankheitsbilder. Die Aufnahme erfolgt grundsätzlich elektiv, nach telefonischer Voranmeldung und ambulanter Beratung und Diagnostik.

Die  angebotenen Behandlungsverfahren umfassen schwerpunktmäßig:

  • Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente Jugendliche (DBT-A) mit Emotionsregualtionsstörungen
  • Multimodales spezialisiertes Behandlungsprogramm bei Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Binge Eating, Adipositas)
  • Traumfokussierte kognitive Verhaltenstherapie zur Behandlung von Traumafolgestörungen  (auch in Kombination/ Integration mit  traumafokussierten Verfahren z.B. DBT-A bei PTBS; integrierte traumafokussierte Therapie;  EMDR...)
  • Supportive Verfahren z.B. Erlebnistherapie (Klettern, Kanufahren, outdoor-Gruppenangebote, Waldgruppe ..)

Die Psychotherapiestation ist eine offen geführte Station. Die Aufnahme erfolgt regional wie auch überregional und erfolgt nur bei vorhandenem Commitment. Die Aufnahmeindikation wird in der Regel durch die (Spezial-) Ambulanz der KJPP gestellt. Bei akuten Kriseninterventionen/-Aufnahmen sind derzeit noch die Stationen, Abteilungen und Kliniken mit entsprechendem Versorgungsauftrag zuständig. 

Die Leitende Psychologin Andrea Dixius ist zertifizierte DBT-Therapeutin und Trainerin. Es erfolgt eine wissenschaftliche Evaluation des Programmes. Studien an den Universitäten Freiburg und Mainz ebenso wie angloamerikanische Studien haben die hervorragende Wirksamkeit von DBT belegt, die allen anderen Verfahren überlegen ist in der Behandlung von Störungen mit Selbstverletzungen und Suizidalität. Die Patienten erhalten ein Manual und einen Therapievertrag.

Wochenendbeurlaubungen sind möglich. Schulunterricht erfolgt durch Lehrer des staatlichen Schulamts in Kleingruppen oder Einzelunterricht. Erlebnistherapeutische Elemente werden integriert.

Ressourcen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie:

Die organisatorische Zugehörigkeit zum Klinikum Idar-Oberstein erleichtert die konsiliarische Hinzuziehung anderer fachärztlicher Disziplinen zur diagnostischen Abklärung und Mitbehandlung unserer Patienten (z.B. Kinderheilkunde, Urologie, Krankengymnastik).
Im Gegenzug stehen wir den anderen Fachabteilungen des Hauses unterstützend konsiliarisch zur Verfügung. Auch die Vernetzung mit sozialen Einrichtungen vor Ort (z.B. Sozialpädiatrisches Zentrum, Schulpsychologischer Dienst, Jugendämter) ist in hohem Maße gegeben.

Sprechzeiten/Ambulanztermine

Ambulanztermine:

Unsere Ambulanztermine finden
montags bis donnerstags
von 8:00 bis12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr statt.
Freitags sind wir von 8:00 bis 14:30 Uhr für Sie da.

Nach telefonischer Anmeldung erhalten Sie einen persönlichen Termin, zu dem Sie mit oder ohne Ihr Kind/Ihren Jugendlichen kommen können.
Jugendliche, die alleine kommen, brauchen spätestens zum zweiten Termin eine Einverständniserklärung der Eltern.

Ansprechpartner(innen):

Ihre Ansprechpartnerin,
Susanne Späth,
hilft Ihnen gerne weiter.

Team Oberärzte

Dr. Mithra Roßmann, Oberärztin

Andrea Dixius, Leitende Psychologin, stationärer Bereich

Dr. Heiko Sartorius, Leitender Psychologe, teilstationärer Bereich 

Das multiprofessionelle Behandlungsteam setzt sich  außerdem zusammen aus weiteren Psychologen/Psychotherapeuten, Pädagogen, Ergotherapeuten, Sozialarbeitern, Heilpädagogen, Reittherapeuten, Motopädagogen, (Kinder-) Krankenschwestern, Pflegern, Heilerziehungspflegern, Erziehern, Kliniklehrern sowie Sekretärinnen.

 

Broschüre(n) zum Download

Klinikum Idar-Oberstein

Tagesklinik und Institutsambulanz für
Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie

Download als PDF (6,1 MB)

Durchblick

Tagesklinik und Institutsambulanz für Kinder- und
Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie

Download als PDF (1,8 MB)

Gesundheit im Blickpunkt

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie im 21. Jahrhundert
  • Ein "Platz" für Kinder und Jugendliche
  • Hilfe für Jugendliche, die sich selbst verletzen

Download als PDF (4,8 MB)


Dialektisch-Behaviorale

Therapie für Jugendliche

- DBT-A stationär -

Download als PDF (1,6 MB)

Gesundheit im Blickpunkt

(neueste Ausgabe)

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie im 21. Jahrhundert
  • Ein "Platz" für Kinder und Jugendliche
  • Diagnostik kindlicher Schlafstörungen

Download als PDF (6,47 MB)

DBT-A (Dialektisch-Behaviorale-Therapie für Jugendliche)

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik
und Psychotherapie Idar-Oberstein

Download als PDF (1,61 MB)

Erlebnistherapie

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Idar-Oberstein

Download als PDF (3,35 MB)

KJPP Idar-Oberstein

  • Therapieschwerpunkte
  • Grundlegende Basisangebote
Download als PDF (3,67 MB)

KJPP des Klinikums Idar-Oberstein

Institutionsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Download als PDF (1,2 MB)

 

Kongressbeiträge

Eine Frage der Identität? Einfluss eines standardisierten DBT-A-Therapie-Programms auf die Identität adoleszenter Patienten mit Emotionsregulationsstörungen im stationären Setting.
Download als PDF (1,5 MB)

 

Essen und Emotionsregualtion - Balance finden Multimodale Therapie bei Jugendlichen mit Essstörungen.
Download als PDF (1,8 MB)

Dialektisch-Behaviorale Therapie für Jugendliche - ein stationäres Therapiekonzept für Jugendliche mit Emotionsregulationsstörung und borderlinespezifischer Symptomatologie.
Download als PDF (3,1 MB)

 

DBT-A-Therapie: stationär

Einfluss eines standardisierten Therapieprogramms auf die Identität adoleszenter Patienten.
Download als PDF (1,2 MB)

Neues zu Essstörungen bei Jugendlichen
Süddeutscher Kongress für Kinder und Jugendmedizin.

Download als PDF (1,9 MB)

Zertifikat(e)


Zertifizierung als DBT-A-Behandlungseinheit
Nach den Richtlinien des Dachverbandes für DBT e.V., 22083 Hamburg erfüllt die Behandlungseinheit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Klinikums Idar-Oberstein GmbH alle Kriterien der Zertifizierung.
Deutscher Dachverband DBT e. V.
Die stationäre KJPP ist aufgrund des Nachweises einer inhaltlich und strukturell fundierten Fachexpertise vom Dachverband DDBT e.V. zertifiziert worden.

Kontakt Ambulanz, Tagesklinik

Telefon: +49 (0) 67 81/66-1801
Fax: +49 (0) 67 81/66-1806
E-Mail: sekretariat.kjp(at)io.shg-kliniken.de

Kontakt Stationäre KJPP, Spezialambulanz

Telefon: +49 (0) 67 81/66-1580
Fax: +49 (0) 67 81/66-1576
E-Mail: kjpp(at)io.shg-kliniken.de

Adresse

Klinik für KJPP
Idar-Oberstein
Kinder- und Jugendzentrum
Klinikum Idar-Oberstein GmbH
Dr.-Ottmar-Kohler-Str. 2
55743 Idar-Oberstein